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Googles Datenhunger wächst weiter

September 19th, 2007

wie der Googlewatchblog berichtete hat Google vor kurzem das Sammeln von Userdaten weiter ausgebaut. Besuchen Sie künftig eine Website, auf der Adsense-Werbung eingeblendet wird, setzt Google ein Cookie auf Ihrem Rechner ab. Dieser Vorgang erfolgt automatisch. In diesem Cookie wird u. a. eine eindeutige User-ID, ein Zeitstempel, sowie die Adresse der besuchten Website gespeichert. Google sammelt diese Daten ungefragt und speichert diese auf unbestimmte Zeit. Besuchen Sie mehrere dieser Websites kann Google wunderbar zuordnen für welche Themen Sie sich interessieren und auf welche Anzeigen Sie klicken.

Begründet wird dieser weiter gesteigerter Informationshunger mit dem Versuch, jedem User die für ihn individuell interessantesten Adsense-Anzeigen zu präsentieren. Aus Sicht der Werbetreibenden macht das durchaus Sinn. Genau auf den User zugeschnittene Werbung ist nunmal gut für`s Geschäft.

Aus User-Sicht möchte ich nicht dass Unternehmen speichern für welche Themen ich mich interessiere und jeden meiner Klicks dokumentieren. Ausserdem lege ich Wert auf ein weitestgehend ungefiltertes Internet, wenn es soetwas in Deutschland überhaupt noch gibt ( siehe: Arcor zensiert Internet) . Auf mich zugeschnittene Werbung hat in meinen Augen nichts mit ungefiltert zutun.

Google bietet jedem User die Möglichkeit sich auf dieser Google-Website gegen diesen “Service” zu entscheiden. In diesem Fall würde Google die erhobenen Daten nicht speichern. Ich bezweifel dass Ihr eingelegtes Veto wirklich Beachtung finden wird. Schliesslich muss Google Ihnen die erhobenen Daten zuordnen können um zu wissen, dass diese nicht gespeichert werden dürfen. Wie soll das gehen ohne dass Google Sie eindeutig indentifizieren kann?

Auch das regelmäßige Löschen der gewöhnlichen Cookies dürfte Ihrer Privatsphäre kaum zu ihrem Recht verhelfen. Google verwendet u.a. sog. Flashcookies. Diese sind schwer zu finden und browserübergreifend abrufbar. Ausserdem wird diese Art Cookie beim üblichen Löschen über den Browser nicht mit entfernt. Ich lösche gewöhnlich alle Cookies beim Schließen meines Browsers. Dennoch befinden sich derzeit Flashcookies (u.a. auch von Google) auf meinem Rechner, die schon mehr als 1 Jahr! alt sind.

Einen sehr guten Artikel mit Tipps zum Löschen der Wanzen Flashcookies habe ich bei dropfknuck.net gefunden.Tags:

Mehr zu diesem Thema hier im Blog

4 Responses to “Googles Datenhunger wächst weiter”

  1. Musikgenuss  Says:

    Also langsam muss man wirklich aufpassen was man so macht im Internet. Ich glaube kam dass sich das Internet so entwickelt hätte wenn man von Anfang an derartig überwacht worden wäre. Ich bin mal gespann wie da die Entwicklung weitergeht.

  2. blade  Says:

    Es kommt der Tag an dem Google dir eine Email schickt um dich zu Informieren dass du keine Milch mehr im Kühlschrank hast. Die Email enhält selbstverständlich auch einen Link zu einer Seite auf der man sich eine Tüte Milch Bestellen kann (Werbepartner hat Google ja genug). Willkommen im Jahr 1984, Verzeihung 2008.

    Wie üblich am Ende jedes Kommentares von mir möchte ich zum Kampf gegen google und das Informationsmonopol aufrufen.

  3. Silkester erzählt » Blog Archive » Google-Adsense gekündigt, 11187 Spammails in kaum 3 Wochen, Digitale Hundemarken  Says:

    [...] war längst Überfällig. Google Adsense mit seinem Datenhunger von der Seite zu werfen. Ich lasse kurz und knapp mehr im KMU-Blog zum wieso und [...]

  4. Das KMU-BLOG » KMU-Blog ist Google-Adsense frei  Says:

    [...] Was Sie über Cookies wissen sollten! via spitzel.net 100 Dollar Grenze, AdSense, google, Kleinstteilnehmer, Privatsphäre, Protokoll, Surferbeobachtung, [...]

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